Was wird bei der Regenwasser-Förderung gefördert?
Klimaanpassung am eigenen Haus wird so gut wie ausschließlich kommunal gefördert — eine zentrale Bundes- oder Landesbehörde gibt es dafür in aller Regel nicht, zuständig ist jeweils deine Stadt oder ihr Stadtentwässerungsbetrieb. Gefördert werden typischerweise Zisternen und Regenwassernutzungsanlagen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Entsiegeln befestigter Flächen, oft als Anteil der Kosten mit einem Höchstbetrag.
Wie großzügig und wie zahlreich diese Programme sind, unterscheidet sich zwischen den Bundesländern und selbst zwischen benachbarten Städten stark — manche Kommunen haben eigene, bekannte Förderprogramme mit eigenem Namen für Dachbegrünung oder Regenwassermanagement, andere fördern nur einzelne Bausteine oder noch gar nicht. Deshalb ist die Bundesland-Übersicht unten hier ergiebiger als die bundesweite Zahl auf dieser Seite.
Ein Doppeleffekt lohnt sich fast immer mitzudenken: Entsiegelte oder begrünte, versickerungsfähige Flächen senken in vielen Kommunen zusätzlich zum einmaligen Zuschuss dauerhaft die gesplittete Niederschlagswassergebühr. Wer einen Schottergarten zurückbaut, kann das oft direkt mit der Begrünungsförderung derselben Programme verbinden. Wichtig für die Nutzung im Haus, etwa für WC oder Waschmaschine: Hier gelten zusätzliche Technikregeln zur Trennung vom Trinkwassernetz, die du bei der zuständigen Wasserbehörde anzeigen musst.
Auch hier gilt die allgemeine Regel: Der Antrag muss vor Beginn der Baumaßnahme bei der Kommune eingereicht werden, meist mit Kostenvoranschlag. Welche Programme für deine Stadt konkret gelten, zeigt die Übersicht unten mit Budget-Ampel und dem zuletzt geprüften Stand.
Häufige Fragen zur Regenwasser-Förderung
Was wird bei Regenwasser & Begrünung typischerweise gefördert?
Zisternen und Regenwassernutzungsanlagen, Dach- und Fassadenbegrünung sowie das Entsiegeln befestigter Flächen — je nach Stadt mit einem Kostenanteil und einem Höchstbetrag.
Senkt ein Gründach meine Abwassergebühr?
In vielen Kommunen ja: Begrünte oder entsiegelte Flächen werden bei der gesplitteten Niederschlagswassergebühr reduziert angerechnet — zusätzlich zum einmaligen Zuschuss.
Wer zahlt solche Zuschüsse?
Fast immer die Kommune oder ihr Stadtentwässerungsbetrieb; Bundes- oder Landesprogramme für Privatleute sind die Ausnahme. Deshalb lohnt der PLZ-Check besonders.
Brauche ich eine Genehmigung für die Zisterne?
Kleine Zisternen sind meist genehmigungsfrei, aber melde- oder anzeigepflichtig bei der Wasserbehörde, insbesondere bei Nutzung im Haus wegen der Trinkwasser-Trennung.
Wird der Rückbau eines Schottergartens auch gefördert?
Ja, das läuft förderrechtlich meist als Entsiegelung und wird von vielen Städten bezuschusst, teils kombinierbar mit der Begrünungsförderung derselben Programme.
Sind Schottergärten überhaupt noch erlaubt?
Die Landesbauordnungen verlangen fast überall begrünte, wasseraufnahmefähige unbebaute Flächen; einzelne Länder haben Schottergärten ausdrücklich verboten, andere Kommunen ziehen per Satzung nach.