Photovoltaik-Förderung 2026

Solarförderung 2026 im Überblick: Für Photovoltaik-Dachanlagen und Batteriespeicher gibt es neben der Einspeisevergütung und dem KfW-Kredit 270 zahlreiche regionale Zuschüsse — viele Städte und Stadtwerke zahlen pro kWp Anlagenleistung oder pro kWh Speicherkapazität. Dazu kommt die 0-%-Mehrwertsteuer für Anlagen bis 30 kWp.

Stand der Programmprüfung: 18.07.2026

Was wird bei der Photovoltaik-Förderung gefördert?

Für Photovoltaik-Dachanlagen und Batteriespeicher greifen mehrere Förderebenen gleichzeitig, und sie schließen sich nicht gegenseitig aus. Auf Bundesebene gibt es keinen direkten Zuschuss zur Anschaffung, dafür drei stabile Bausteine: die laufende Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz für jede eingespeiste Kilowattstunde, den Nullsteuersatz auf Kauf und Installation von Anlagen bis 30 Kilowattpeak (Speicher eingeschlossen) und zinsgünstige KfW-Kredite für die Finanzierung. Zusätzlich zahlen viele Städte, Stadtwerke und einzelne Länder echte Zuschüsse — oft gestaffelt nach Anlagenleistung in Kilowattpeak oder nach Speicherkapazität in Kilowattstunden.

Die Einspeisevergütung ist keine Förderung im klassischen Sinn, sondern eine über 20 Jahre garantierte Vergütung je Kilowattstunde, deren Höhe sich nach dem Inbetriebnahme-Datum richtet und alle sechs Monate für Neuanlagen leicht sinkt. Sie lässt sich mit einem kommunalen Zuschuss kombinieren, weil beide rechtlich unterschiedliche Dinge sind. Trotzdem ist für die Wirtschaftlichkeit meist der Eigenverbrauch entscheidender als die Vergütung: Selbst verbrauchter Strom erspart dir den deutlich teureren Netzbezug. Ein Batteriespeicher hebt die Eigenverbrauchsquote spürbar an, weshalb ihn viele kommunale Programme gezielt mitfördern oder sogar zur Bedingung machen.

Eine Sonderform ist Mieterstrom: Der Vermieter oder ein Dienstleister betreibt die Anlage auf dem Dach und liefert den Strom direkt an die Mieter im Haus, gesetzlich verpflichtend günstiger als der Grundversorgertarif. Dafür gibt es zusätzlich zur normalen Einspeisevergütung für Überschussstrom einen eigenen Mieterstromzuschlag. Mit dem Solarpaket I wurde das Modell vereinfacht und gilt inzwischen auch für Gewerbegebäude und ganze Quartiere — einzelne Städte fördern Mieterstrom-Anlagen sogar zusätzlich.

Antragsberechtigt ist bei der Dachanlage grundsätzlich, wem das Dach gehört — Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften also, während Mieter selbst keine eigene Anlage fördern lassen können, aber von Mieterstrom-Modellen profitieren. Wichtig bei allen kommunalen und Landeszuschüssen: Der Antrag muss so gut wie immer vor dem Kaufvertrag gestellt werden, sonst entfällt der Anspruch. Ob sich mehrere Ebenen kombinieren lassen, regelt jeweils die Förderrichtlinie des Programms — die Kumulierungsregeln stehen auf jeder Programmseite, soweit veröffentlicht.

Welche Programme das im Einzelnen sind, hängt stark von deiner Stadt und deinem Bundesland ab — von einmaligen Zuschüssen pro Kilowattpeak über Speicherboni bis zu reinen Beratungsförderungen. Die Übersicht unten zeigt alle Städte mit eigenem Programm sowie die überregionalen Landes- und Bundesbausteine, jeweils mit Budget-Ampel und dem zuletzt geprüften Stand.

Bundesweite & Landes-Programme

Budget verfügbar Landesförderung

WIBank-Darlehen für Photovoltaikanlagen (Hessen)

Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)

Kredit 10.000 € – 50.000 €

Darlehen — das Geld muss zurückgezahlt werden.

Darlehen 10.000–50.000 €, Landeszinsverbilligung 1,5 Prozentpunkte p.a. (10 Jahre Zinsbindung)

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Landesförderung

SolarPLUS

Investitionsbank Berlin

750 € – 30.000 €

Pauschale Zuschüsse von 750 Euro für Zählerschränke, bis zu 4.750 Euro für Stromspeicher, bis zu 5.700 Euro für denkmalgerechte PV-Anlagen, bis zu 15.000 Euro für Gutachten, Studien, Zähler- und Messkonzepte, bis zu 30.000 Euro für Stromspeicher und Sonde

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Landesförderung

SAB Sachsenkredit Energie und Speicher

Sächsische Aufbaubank (SAB)

Kredit ab 35.000 €

Darlehen — das Geld muss zurückgezahlt werden.

Kredit ab 35.000 €, Tilgungszuschuss bis 20 % für Batteriespeicher (max. 50.000 €/Jahr)

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Landesförderung

Wohnen mit Zukunft – Photovoltaik (L-Bank)

L-Bank (Staatsbank für Baden-Württemberg)

Kredit ab 5.000 €

Darlehen — das Geld muss zurückgezahlt werden.

Kredit ab 5.000 €; PV-Anlage bis max. 30 kWp, inkl. Speicher und Wallbox

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Landesförderung

SachsenKredit Energie und Speicher

Sächsische Aufbaubank (SAB) · Leipzig

Kredit

Darlehen — das Geld muss zurückgezahlt werden.

Bis zu 100 % der Investitionskosten

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Bundesförderung

KfW 270 Energiekredit

KfW · Wuppertal

Kredit bis 150.000 €

Darlehen — das Geld muss zurückgezahlt werden.

bis 150.000 EUR

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Bundesförderung

KfW-Kredit 270 – Erneuerbare Energien – Standard

KfW Bankengruppe

Kredit

Darlehen — das Geld muss zurückgezahlt werden.

Kredit bis zu 100 % der Investitionskosten; Zinssatz tagesaktuell und bonitätsabhängig über die Hausbank

Stand: 18.07.2026

Budget verfügbar Bundesförderung

EEG-Einspeisevergütung für Photovoltaik-Dachanlagen

Bundesnetzagentur (EEG, Auszahlung über Netzbetreiber)

Vergütung

Laufende Vergütung bzw. Steuervorteil — kein einmaliger Zuschuss.

Volleinspeisung: 12,34 ct/kWh (bis 10 kWp), 10,35 ct/kWh (10–100 kWp); Überschusseinspeisung: 7,78 ct/kWh (bis 10 kWp), 6,73 ct/kWh (10–40 kWp), 5,50 ct/kWh (40–100 kWp) — für Inbetriebnahmen 01.02.–31.07.2026

Stand: 18.07.2026

Städte mit eigenem Photovoltaik-Programm

StadtBundeslandStatusmax. Förderung
Wuppertal Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 1.000 €
Leipzig Sachsen Budget verfügbar 300 €
Osnabrück Niedersachsen Budget verfügbar 20.000 €
Schönau im Schwarzwald Baden-Württemberg Budget verfügbar 20.000 €
Darmstadt Hessen Budget verfügbar 6.000 €
Würzburg Bayern Budget verfügbar 5.000 €
Mannheim Baden-Württemberg Budget verfügbar 4.500 €
Köln Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 3.800 €
Bochum Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 2.250 €
Hannover Niedersachsen Budget verfügbar 2.000 €
Regensburg Bayern Budget verfügbar 1.500 €
Wiesbaden Hessen Budget verfügbar 1.350 €
Dortmund Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 1.000 €
Bremen Bremen Budget verfügbar 750 €
Siegen Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 750 €
Schwerin Mecklenburg-Vorpommern Budget verfügbar 600 €
Menden Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 500 €
Ulm Baden-Württemberg Budget verfügbar 500 €
Dinslaken Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 300 €
Konstanz Baden-Württemberg Budget verfügbar 300 €
Castrop-Rauxel Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 200 €
Recklinghausen Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 100 €
Elmshorn Schleswig-Holstein Budget verfügbar
Heidelberg Baden-Württemberg Budget verfügbar
Kiel Schleswig-Holstein Budget verfügbar
Neunkirchen Saarland Budget verfügbar
Stuttgart Baden-Württemberg Budget verfügbar
Tübingen Baden-Württemberg Budget verfügbar
Unna Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar
Aachen Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 10.000 €
Bad Homburg vor der Höhe Hessen derzeit kein aktives Programm 8.000 €
Potsdam Brandenburg derzeit kein aktives Programm 3.000 €
Karlsruhe Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 2.500 €
Ludwigsburg Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 1.500 €
Mainz Rheinland-Pfalz derzeit kein aktives Programm 1.500 €
Göttingen Niedersachsen derzeit kein aktives Programm 1.200 €
Oldenburg Niedersachsen derzeit kein aktives Programm 125 €
Düsseldorf Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm
Erkrath Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm
Frankfurt am Main Hessen derzeit kein aktives Programm
München Bayern derzeit kein aktives Programm
Nürnberg Bayern derzeit kein aktives Programm

Photovoltaik-Förderung nach Bundesland

So kommst du an das Geld

  1. Anlage und Speicher dimensionieren. Angebot von einem Fachbetrieb einholen, Anlagengröße und Speicherkapazität an deinen Verbrauch anpassen.
  2. Programme deiner Region prüfen. PLZ eingeben — kommunale Zuschüsse pro Kilowattpeak oder Kilowattstunde Speicher kommen zur Einspeisevergütung und zum Nullsteuersatz hinzu.
  3. Antrag vor dem Kaufvertrag stellen. Kommunale und Landeszuschüsse verlangen praktisch immer den Antrag, bevor du die Anlage beauftragst.
  4. Installation und Anmeldung. Fachbetrieb baut die Anlage ein, meldet sie im Marktstammdatenregister an und stellt beim Netzbetreiber den Netzanschluss.
  5. Einspeisevergütung sichern. Das Inbetriebnahme-Datum legt den Vergütungssatz für 20 Jahre fest — je früher, desto höher der garantierte Satz.
  6. Nachweise einreichen. Rechnungen und Bestätigungen an die jeweilige Förderstelle schicken, Zuschüsse werden nach Prüfung ausgezahlt.

Häufige Fragen zur Photovoltaik-Förderung

Welche PV-Förderung gibt es 2026 vom Bund?

Die Einspeisevergütung nach EEG (laufende Vergütung je kWh), zinsgünstige KfW-Kredite und die 0-%-Mehrwertsteuer beim Kauf. Direkte Bundes-Zuschüsse für private Dachanlagen gibt es aktuell nicht — dafür zahlen viele Städte und Stadtwerke.

Wird der Batteriespeicher extra gefördert?

Häufig ja: Viele kommunale Programme zahlen einen Bonus je Kilowattstunde Speicherkapazität oder setzen einen Speicher für den PV-Zuschuss voraus.

Kann ich PV-Zuschuss und Einspeisevergütung kombinieren?

In der Regel ja — die Einspeisevergütung ist keine Zuschussförderung im Sinne der Kumulierungsverbote. Ob sich kommunale Zuschüsse mit KfW-Krediten kombinieren lassen, regelt die jeweilige Förderrichtlinie.

Lohnt sich eine PV-Anlage ohne Förderung?

Meist ja, vor allem bei einem hohen Eigenverbrauchsanteil. Ein kommunaler Zuschuss verkürzt die Amortisation zusätzlich — prüfe mit deiner PLZ, was bei dir gezahlt wird.

Wie hoch ist die Einspeisevergütung aktuell?

Die Sätze werden von der Bundesnetzagentur festgelegt, gelten für 20 Jahre ab Inbetriebnahme und sinken für Neuanlagen alle sechs Monate leicht. Die aktuell gültigen Werte findest du direkt bei der Bundesnetzagentur.

Was ist Mieterstrom und wird er gefördert?

Der Vermieter liefert Solarstrom vom Dach direkt an die Mieter im Haus, gesetzlich günstiger als der Grundversorgertarif, und bekommt dafür zusätzlich zur Einspeisevergütung einen Mieterstromzuschlag. Einzelne Städte fördern solche Anlagen extra.

Muss ich die Anlage anmelden?

Ja — Marktstammdatenregister und Netzanschlussbegehren beim Netzbetreiber sind Pflicht, das übernimmt in der Regel der Fachbetrieb im Rahmen der Installation.

Offizielle Quellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bundesnetzagentur (EEG-Vergütungssätze) · § 12 Abs. 3 Umsatzsteuergesetz (Nullsteuersatz). Maßgeblich sind immer die aktuellen Angaben der jeweiligen Stelle.