Balkonkraftwerk-Förderung 2026

Über 60 Städte, Landkreise und Stadtwerke bezuschussen Balkonkraftwerke (Stecker-Solargeräte) — meist mit 50 bis 500 €. Dazu kommt bundesweit die 0-%-Mehrwertsteuer beim Kauf. Die Töpfe sind oft in Wochen leer: Die Budget-Ampel zeigt dir den letzten geprüften Stand jedes Programms.

Stand der Programmprüfung: 18.07.2026

Was wird bei der Balkonkraftwerk-Förderung gefördert?

Balkonkraftwerke — auch Steckersolargeräte genannt — sind die unkomplizierteste Form der eigenen Stromerzeugung: kein Elektriker nötig, meist per Schuko-Stecker angeschlossen, und seit dem Solarpaket I mit nur noch einer Pflicht — der kostenlosen Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Bundesweit hilft zusätzlich der Nullsteuersatz: Auf Kauf und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 Kilowattpeak, Balkonkraftwerke eingeschlossen, fällt keine Mehrwertsteuer an. Einen direkten Bundeszuschuss zum Kaufpreis gibt es dagegen nicht.

Wer tatsächlich Geld dazugibt, ist Sache der Städte, Landkreise und Stadtwerke — und die Landschaft unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland erheblich. Über 60 Kommunen und Versorger bezuschussen Balkonkraftwerke, meist mit Beträgen zwischen 50 und 300 Euro, einzelne Programme zahlen bis zu 500 Euro, häufig als hälftiger Anteil der Kosten bis zu einem Höchstbetrag. In manchen Regionen gibt es dutzende städtische Programme, in anderen kaum kommunale Töpfe, dafür aber ein eigenes Landesprogramm. Deshalb lohnt sich der Blick auf dein Bundesland weiter unten fast immer mehr als die bundesweite Zahl — dort siehst du auf einen Blick, was in deiner Region wirklich gilt.

Für Mieter und Wohnungseigentümergemeinschaften ist die Rechtslage klar: Steckersolargeräte gelten als privilegierte Maßnahme. Der Vermieter darf die Zustimmung nur noch aus triftigen Gründen verweigern, die Eigentümergemeinschaft entscheidet nur noch über das Wie der Anbringung, nicht über das Ob. Einige Landesprogramme richten sich sogar gezielt an Mieterinnen und Mieter.

Weil die kommunalen Fördertöpfe meist klein sind, können sie binnen weniger Wochen ausgeschöpft sein — die Budget-Ampel auf jeder Programmseite zeigt den zuletzt geprüften Stand. Ein typisches Set mit 800-Watt-Wechselrichter kostet ohne Speicher rund 300 bis 500 Euro; mit einem kommunalen Zuschuss amortisiert es sich häufig schon innerhalb weniger Jahre.

Bundesweite & Landes-Programme

Städte mit eigenem Balkonkraftwerk-Programm

StadtBundeslandStatusmax. Förderung
Tübingen Baden-Württemberg Budget verfügbar 800 €
Böblingen Baden-Württemberg Budget verfügbar 550 €
Coesfeld Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 540 €
Berlin Berlin Budget verfügbar 500 €
Dortmund Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 500 €
St. Ingbert Saarland Budget verfügbar 500 €
Darmstadt Hessen Budget verfügbar 400 €
Krefeld Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 400 €
Leipzig Sachsen Budget verfügbar 400 €
München Bayern Budget verfügbar 320 €
Delmenhorst Niedersachsen Budget verfügbar 300 €
Freiburg im Breisgau Baden-Württemberg Budget verfügbar 300 €
Hiddenhausen Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 300 €
Walldorf Baden-Württemberg Budget verfügbar 300 €
Bad Kreuznach Rheinland-Pfalz Budget verfügbar 250 €
Hanau Hessen Budget verfügbar 250 €
Pforzheim Baden-Württemberg Budget verfügbar 250 €
Potsdam Brandenburg Budget verfügbar 250 €
Wedemark Niedersachsen Budget verfügbar 250 €
Bietigheim-Bissingen Baden-Württemberg Budget verfügbar 200 €
Ingolstadt Bayern Budget verfügbar 200 €
Köln Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 200 €
Konstanz Baden-Württemberg Budget verfügbar 200 €
Lüdenscheid Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 200 €
Mainz Rheinland-Pfalz Budget verfügbar 200 €
Nidda Hessen Budget verfügbar 200 €
Nürtingen Baden-Württemberg Budget verfügbar 200 €
Remseck am Neckar Baden-Württemberg Budget verfügbar 200 €
Werther (Westf.) Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 200 €
Wolfsburg Niedersachsen Budget verfügbar 200 €
Würzburg Bayern Budget verfügbar 200 €
Hochheim am Main Hessen Budget verfügbar 150 €
Kassel Hessen Budget verfügbar 150 €
Seefeld (Landkreis Starnberg) Bayern Budget verfügbar 150 €
Adendorf Niedersachsen Budget verfügbar 100 €
Filderstadt Baden-Württemberg Budget verfügbar 100 €
Gelsenkirchen Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 100 €
Menden Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 100 €
Recklinghausen Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar 100 €
Rosengarten (Kreis Schwäbisch Hall) Baden-Württemberg Budget verfügbar 100 €
Schorndorf Baden-Württemberg Budget verfügbar 100 €
Ulm Baden-Württemberg Budget verfügbar 100 €
Aalen Baden-Württemberg Budget verfügbar 75 €
Scharnebeck Niedersachsen Budget verfügbar 75 €
Neuburg an der Donau Bayern Budget verfügbar 70 €
Homburg Saarland Budget verfügbar 50 €
Regensburg Bayern Budget verfügbar 50 €
Erkelenz Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar
Marburg Hessen Budget verfügbar
Siegen Nordrhein-Westfalen Budget verfügbar
Düsseldorf Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 600 €
Bochum Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 500 €
Mannheim Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 500 €
Eschborn Hessen derzeit kein aktives Programm 400 €
Friedrichshafen Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 300 €
Göttingen Niedersachsen derzeit kein aktives Programm 300 €
Ludwigsburg Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 300 €
Stuttgart Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 300 €
Wiesbaden Hessen derzeit kein aktives Programm 300 €
Backnang Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 200 €
Braunschweig Niedersachsen derzeit kein aktives Programm 200 €
Heidelberg Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 200 €
Kornwestheim Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 200 €
Ludwigshafen am Rhein Rheinland-Pfalz derzeit kein aktives Programm 200 €
Rhein-Erft-Kreis (kreisweit) Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 200 €
Trier Rheinland-Pfalz derzeit kein aktives Programm 200 €
Waiblingen Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm 200 €
Erlangen Bayern derzeit kein aktives Programm 180 €
Barsinghausen Niedersachsen derzeit kein aktives Programm 150 €
Essen Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 150 €
Landkreis Mayen-Koblenz (kreisweit) Rheinland-Pfalz derzeit kein aktives Programm 150 €
Lüneburg Niedersachsen derzeit kein aktives Programm 150 €
Worms Rheinland-Pfalz derzeit kein aktives Programm 150 €
Augsburg Bayern derzeit kein aktives Programm 100 €
Kiel Schleswig-Holstein derzeit kein aktives Programm 100 €
Nürnberg Bayern derzeit kein aktives Programm 100 €
Aachen Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 80 €
Minden Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm 75 €
Bonn Nordrhein-Westfalen derzeit kein aktives Programm
Fellbach Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm
Frankfurt am Main Hessen derzeit kein aktives Programm
Jena Thüringen derzeit kein aktives Programm
Karlsruhe Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm
Ostfildern Baden-Württemberg derzeit kein aktives Programm

Balkonkraftwerk-Förderung nach Bundesland

So kommst du an das Geld

  1. Zuschuss deiner Stadt und deines Bundeslands prüfen. PLZ eingeben oder direkt die Bundesland-Übersicht unten öffnen — die Budget-Ampel zeigt, ob im Topf noch Geld ist.
  2. Antrag vor dem Kauf stellen. Bei den meisten kommunalen Programmen verfällt der Anspruch, wenn du zuerst bestellst statt zuerst zu beantragen.
  3. Bei Mietwohnung: Vermieter informieren. Gerät, Anbringungsort und Leistung (meist max. 800 Watt) schriftlich mitteilen — eine Ablehnung ist nur noch aus triftigem Grund zulässig.
  4. Kaufen und anschließen. Nach der Bewilligung montieren, üblicherweise per Schuko-Stecker, ohne Elektriker.
  5. Im Marktstammdatenregister anmelden. Kostenlos und online, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme — der Netzbetreiber wird automatisch informiert.
  6. Nachweis einreichen. Rechnung und ggf. ein Foto an die Förderstelle schicken, dann die Auszahlung abwarten.

Häufige Fragen zur Balkonkraftwerk-Förderung

Wer fördert Balkonkraftwerke 2026?

Vor allem Städte, Landkreise und Stadtwerke — nicht der Bund. Bundesweit gilt aber die 0-%-Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation. Einige Länder haben eigene Programme, teils nur für Mieter oder einkommensschwache Haushalte.

Wie hoch ist der Zuschuss für ein Balkonkraftwerk?

Typisch sind 50 bis 300 €, manche Programme zahlen bis 500 €. Häufig gilt: 50 % der Kosten bis zu einem Maximalbetrag, mit Sozialpass oft deutlich mehr.

Muss ich den Antrag vor dem Kauf stellen?

Bei den meisten Programmen ja — wer zuerst kauft, verliert den Anspruch. Genaueres steht in der Förderrichtlinie, die wir auf jeder Programmseite verlinken.

Was tun, wenn meine Stadt gerade nicht fördert?

Viele Töpfe werden jährlich neu aufgelegt — ein regelmäßiger Blick auf die Programmseite lohnt sich, dort stehen immer Quelle und Stand-Datum. Bundesweit gilt außerdem die 0-%-Mehrwertsteuer, und oft springen Landesprogramme ein.

Muss ich das Balkonkraftwerk überhaupt anmelden?

Ja, im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur — kostenlos, online, innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme. Der Netzbetreiber wird dabei automatisch informiert, eine separate Anmeldung dort ist nicht mehr nötig.

Muss ich den Zuschuss oder den erzeugten Strom versteuern?

Nein. Der Kauf ist dank Nullsteuersatz bereits ohne Mehrwertsteuer, Einnahmen aus Anlagen bis 30 Kilowattpeak sind einkommensteuerfrei, und ein kommunaler Zuschuss mindert für Privatpersonen lediglich die Anschaffungskosten.

Darf mein Vermieter ein Balkonkraftwerk verbieten?

Nur noch aus triftigen Gründen — Steckersolargeräte gelten als privilegierte Maßnahme. In der Eigentümergemeinschaft besteht ein Anspruch auf Gestattung, entschieden wird dort nur noch über das Wie der Anbringung.

Offizielle Quellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · § 12 Abs. 3 Umsatzsteuergesetz (Nullsteuersatz) · § 554 BGB (Recht auf Steckersolargeräte). Maßgeblich sind immer die aktuellen Angaben der jeweiligen Stelle.