Schottergarten umwandeln — mit Zuschuss

Aus grau wird grün: Viele Städte zahlen fürs Entsiegeln, einige Länder verbieten Neuanlagen ohnehin.

Die Rechtslage

Die Landesbauordnungen verlangen fast überall, dass unbebaute Flächen begrünt und wasseraufnahmefähig sind — Baden-Württemberg hat Schottergärten ausdrücklich verboten, andere Länder und viele Kommunen ziehen per Satzung nach. Bei Neubauten wird das zunehmend kontrolliert; Bestandsgärten werden teils zur Umwandlung aufgefordert.

Diese Förderung gibt es

Der Rückbau läuft förderrechtlich als Entsiegelung — und die bezuschussen viele Städte großzügig, oft 30–50 % der Kosten. Beispiele aus unserer Programmliste: Duisburgs Regenagentur zahlt bis zu 80 %, Saarbrücken 15 €/m², Osnabrück fördert Entsiegelung im Begrünungsprogramm mit bis zu 60 %. Alle Programme: Regenwasser & Begrünung.

Doppelter Bonus

Der doppelte Vorteil macht den Rückbau besonders lohnend: Neben dem einmaligen Zuschuss für die Entsiegelung sinkt bei begrünten oder versickerungsfähigen Flächen häufig dauerhaft die Niederschlagswassergebühr. Wer ohnehin zur Umwandlung eines Bestandsgartens aufgefordert wird, sollte deshalb prüfen, ob die eigene Stadt zusätzlich eine Begrünungsförderung im selben Programm anbietet.

Kosten & Ablauf

Rückbau + Neubepflanzung kosten je nach Fläche grob 30–80 €/m². Ablauf wie immer: erst Förderantrag bei der Stadt, nach Bewilligung umbauen, Rechnung einreichen. Weil die Fördersätze von Stadt zu Stadt stark schwanken — von rund 30 % bis zu 80 % bei Duisburg —, lohnt vor der Beauftragung ein Blick auf die genaue Richtlinie der eigenen Kommune. Wer im selben Garten auch Regenwasser sammeln möchte, findet die passenden Zuschüsse im Ratgeber Regentonne & Gartenbewässerung.

Häufige Fragen zum Schottergarten-Rückbau

Sind Schottergärten überall verboten?

Nicht überall, aber vielerorts: Baden-Württemberg hat Schottergärten ausdrücklich verboten, andere Länder und Kommunen ziehen per Satzung nach. Die Landesbauordnungen verlangen ohnehin fast überall begrünte, wasseraufnahmefähige unbebaute Flächen.

Muss ich meinen bestehenden Schottergarten zurückbauen?

Teilweise: Bestandsgärten werden vielerorts zur Umwandlung aufgefordert, bei Neubauten wird die Begrünungspflicht zunehmend kontrolliert. Wie streng das gehandhabt wird, regelt die jeweilige Kommune.

Wie hoch ist der Zuschuss für den Rückbau?

Üblich sind 30 bis 50 % der Kosten, teils deutlich mehr: Duisburgs Regenagentur zahlt bis zu 80 %, Osnabrück im Begrünungsprogramm bis zu 60 %, Saarbrücken pauschal 15 €/m².

Was kostet der Rückbau eines Schottergartens?

Rückbau und Neubepflanzung kosten je nach Fläche grob 30 bis 80 € pro Quadratmeter — mit Zuschuss reduziert sich der Eigenanteil entsprechend.

Muss ich vor dem Rückbau einen Antrag stellen?

Ja. Der Ablauf ist wie bei anderen Förderungen: erst den Förderantrag bei der Stadt stellen, nach der Bewilligung umbauen lassen und anschließend die Rechnung einreichen.

Bringt Entsiegelung noch einen weiteren Vorteil?

Ja, einen doppelten: Entsiegelte, versickerungsfähige Flächen senken vielerorts dauerhaft die Niederschlagswassergebühr, und wer zusätzlich begrünt, kann oft die Begrünungsförderung desselben Programms mitnehmen.